
Cranialetics Ausbildung
Im Folgenden geben wir dir einen kurzen Überblick darüber, was dich in unserer Ausbildung erwartet und wie sie aufgebaut ist.
Unsere Ausbildung umfasst drei Module: Ortung, Kommunikation und Interozeption.
In der Neurowissenschaft wird die Funktionsweise des Gehirns häufig über das Input-Integrations-Output-Modell beschrieben. Konkret bedeutet das, Sinneswahrnehmungen gelangen über Nervenbahnen ins zentrale Nervensystem (Input), werden dort verarbeitet (Integration) und führen zu einer Handlung (Output). Genau diese Prozesse stehen im Mittelpunkt unserer Ausbildung.
Nach der Ausbildung weißt du:
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wie du Sinneswahrnehmung gezielt optimierst (Modul 1)
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wie du darauf aufbauend Therapie und Training planst und gezielte Übungen einsetzt (Modul 2)
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und wie du vegetative Reaktionen auf Therapie- und Trainingsprozessen
einordnest und abfängst (Modul 3)
So entsteht ein umfassender Wissenspool über die Funktionsweise des Nervensystems – und eine strukturierte Methode,
um Symptome bei Patient:innen oder technische Fehler im Sport präzise zu bewerten und praktisch aufzuarbeiten.
Wenn wir dein Interesse geweckt haben, melde dich
gerne für die Module an:
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Wir würden uns freuen, dich in der Ausbildung zu begleiten – für deine berufliche oder private Weiterentwicklung
und auf Wunsch bis zur Zertifizierung als Cranialetics Coach.
Wenn du Fragen hast, schreib uns gern per E-Mail
oder auf Instagram.
Dieses Modul behandelt die Entstehung von Sinneswahrnehmung und den direkten Transfer dieses Wissens in die Praxis – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen. Im Fokus stehen die Sinnesrezeptoren des Körpers, gegliedert in:
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Chemosensorik:
Geschmack, Geruch, Atmung
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Mechanosensorik:
Fühlen, Bewegung,
Gleichgewicht, Hören -
Photorezeption:
Fokus auf die Augen und
exterozeptive Prozesse
In drei Kurstagen lernst du eine Bottom-up-Aktivierungsvariante nach dem Cranialetics-Konzept kennen, die das vegetative Nervensystem schützend aktiviert, ohne zu überfordern. So wird die Aufnahme von Sinneseindrücken nachhaltiger, sicherer und effektiver.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit mit dem visuellen System – mit dem Ziel, es gezielt zu entlasten, die Augengesundheit zu unterstützen und den visuellen Anteil im Bewegungslernen sinnvoll zu nutzen.
Fachlich ist das Modul besonders in der Neuroembryologie verankert.
Dieses Modul fokussiert den Output: Wie kommuniziert das Gehirn mit seiner Innen- und Außenwelt – und wie können wir diese Reaktionen durch gezielten Input verbessern?
Im Mittelpunkt stehen Sprache, Körperhaltung, Mimik, Gestik und autonome Reaktionen.
Dabei gilt: Der Körper kommuniziert immer – auch das Ausbleiben sichtbarer Kommunikation ist ein relevantes Signal zum Status quo. In der praktischen Anwendung lernst du unter anderem, wie unterdrückte Emotionen funktionelle Dysbalancen (z. B. im Kleinhirn) begünstigen können und welche neurozentrierten Ansätze in Therapie und Training sinnvoll sind. Ebenso wird deutlich, wie
Mimik die eigene emotionale Wahrnehmung und die Wahrnehmung anderer mitprägt.
Fachlich stützt sich dieses Modul besonders auf Neurolinguistik und soziale Neurowissenschaften und überträgt die Inhalte auf konkrete Situationen – etwa bei Schmerzen oder technischen Fehlerbildern im Sport.
Auf Input (Modul 1) und Output (Modul 2) folgt immer eine innere Antwort des Organismus. Genau hier setzt dieses Modul an: bei der Interozeption – und damit eng verbunden bei der Homöostase, also der Fähigkeit des Nervensystems, innere Zustände im Verhältnis zum aktuellen Leistungsanspruch zu prüfen, zu bewerten und zu regulieren.
Im Fokus stehen u. a. Atemfrequenz, Hormonlage und Neurotransmitterlage sowie die Frage, welche Reize welche innere Situation auslösen.
Du lernst, welche Netzwerke vor Überlastung schützen, Leistungsfähigkeit steuern und wie diese kortikal, subkortikal und insbesondere limbisch zusammenwirken.
In der Praxis arbeiten wir gezielt mit dem vegetativen Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) und zeigen, wie sich über Verhaltensänderungen autonome Reaktionen beruhigen und die Aufnahme von Sinneseindrücken sowie kommunikativen Aspekten – auch in komplexeren Fällen – wieder positiv beeinflussen lässt.
Fachlich verknüpft das Modul die noch junge Neuroplazentologie mit der bekannteren Neurophysiologie der Homöostase und verbindet die Inhalte aus Modul 1 und 2 zu einer klaren, strukturierten Praxis.
Freigeist Therapiekultur meets Cranialetics®
Special-Kurs für Therapeut:innen – 19.–20. September 2026 in Fulda (Münsterfeld)
Im September 2026 eröffnet die Praxis Freigeist Vision in Fulda ihr Fortbildungszentrum Freigeist Therapiekultur – ein Ort, an dem Therapeut:innen fachlich und persönlich wachsen können. Ziel ist es, therapeutische Qualität regional und national mitzugestalten und gleichzeitig die mentale sowie körperliche Gesundheit von Therapeut:innen zu fördern und zu wahren.
Als Kick-off findet ein Special-Kurs statt: Cranialetics®, das neurozentrierte Konzept von Sarah Gernand und Linus Lettow (NeuroPuzzles®). Cranialetics® bedeutet nicht, alles neu zu lernen, sondern Bestehendes sinnvoll zu verknüpfen und um einen entscheidenden Blickwinkel zu erweitern: das Gehirn und seine Sinnessysteme.
Worum geht’s?
Viele therapeutische Ansätze fokussieren Kraft, Mobilität und Gewebe. Ein zentraler Faktor bleibt dabei oft unbeachtet: Sehen, Hören, Gleichgewicht, Fühlen, Riechen und Schmecken liefern dem Gehirn fortlaufend Informationen. Auf Basis dieser Daten steuert es Bewegung, Stabilität, Orientierung – und auch, wie Belastung wahrgenommen wird.
Wenn diese Systeme nicht optimal kooperieren, kann das ein Grund für Schmerzen, Unsicherheit in Bewegung oder anhaltende Beschwerden sein. Das Problem: Solche „versteckten“ Einschränkungen sind mit klassischen Methoden häufig schwer zu erkennen. Cranialetics® setzt hier an und zeigt, wie Sinneswahrnehmung gezielt überprüft und direkt in die Behandlung integriert werden kann – praktisch, verständlich und sofort anwendbar.
Das nimmst du mit
- Fachgebietsübergreifende Anwendbarkeit (Sport, Prävention und klinische Settings wie Orthopädie, Neurologie, Geriatrie u. a.)
- Wissenschaftlich fundierte Perspektiven bei komplexen oder therapieresistenten Beschwerden
- Unkomplizierte Integration in den therapeutischen Alltag und bestehende Behandlungsstrategien
- Mehr Tiefe & Sicherheit in Befundung und Therapieplanung
- Übungen, die passgenau auf relevante Sinnessysteme ausgerichtet werden
- Messbare, spürbare und nachhaltige Veränderungen für Patient:innen
Eckdaten & Preise
Format: Special-Kurs
Datum: 19.–20. September 2026
Ort: Fulda (Münsterfeld)
Dozent:innen: Sarah Gernand & Linus Lettow (NeuroPuzzles®)
Preis regulär: 899,00 EUR
Early Bird: 749,00 EUR (buchbar bis 6 Wochen vor Kursbeginn)
Anmeldung
Adresse:
Praxis Freigeist Vison
Flemingstraße 16
36041 Fulda
Cranial Nerve Workshop (Präsenz) – Hirnnerven & vegetatives Nervensystem
Wenn das Unterbewusste bewusst wird.
Manchmal fühlen sich Training oder Therapie „eigentlich richtig“ an – und trotzdem kippt etwas: Der Körper macht zu, die Atmung wird flach oder gerät aus dem Takt, der Fokus bricht weg, Leistung fühlt sich plötzlich schwer an, es wird unruhig oder einfach „komisch“. Oft ist das kein Willensproblem, sondern ein Hinweis darauf, dass das Nervensystem gerade nicht in dem Zustand ist, in dem Lernen, Regeneration oder Leistung wirklich gut möglich sind. Genau hier setzt Cranialetics an: bei den reflexiven Schaltstellen, die im Hintergrund ständig unbewusst mitlaufen – und Sicherheit, Wachheit und Regulation organisieren.
Im Cranial Nerve Workshop vertiefst du genau diese Ebene gezielt: die Arbeit mit den cranialen Nerven und dem vegetativen Nervensystem. Wir arbeiten bottom-up entlang des Feeding Patterns („sensory before motor“) und übersetzen Anatomie in ein strukturiertes Vorgehen, das du direkt anwenden kannst – in Therapie, Training und Alltag.
Ein zentrales Leitmotiv dabei ist Sicherheit: „Der Parasympathikus gibt dem Sympathikus eine sichere Arbeitserlaubnis.“ Wir zeigen dir, wie du vor einer Einheit erkennst, ob das System aufnahmefähig ist – und wie du den Einstieg so wählst, dass Veränderung möglich wird.
Was dich erwartet
- ein klarer Praxisrahmen: Untersuchung/Assessment → Aktivierung/Korrektur → Integration/Training (mit definiertem Arbeitsauftrag)
- Sicherheit zuerst: „parasympathische Erlaubnis“ als Grundlage, um ruhig und aufmerksam arbeiten zu können
- Cranialetics Flows als strukturierter Transfer: nachvollziehbar aufgebaut und direkt übertragbar
- viel Raum für Praxis, Wiederholung, Fragen und Vertiefung – wir nehmen uns bewusst Zeit, Inhalte leicht und zugänglich zu erarbeiten
Für wen?
Der Workshop richtet sich vor allem an Trainer:innen und Therapeut:innen mit Vorkenntnissen in neurozentrierter Arbeit, die bereits Erlerntes sauber einordnen und in evidenzbasierte Trainings- und Behandlungskontexte übertragen möchten – und dabei neue theoretische und praktische Aspekte zur Hirnnerven- und Vegetativumsarbeit ergänzen wollen.
Termin & Ort
18.–21.03.2027 · München (4 Tage) – Movement Fitness & Wellness Club (Movement Fitness), Dachauer Straße 192, 80992 München.
Preis: Early Bird 1.199 € · regulär 1.499 €.